Apr 142015
 

Karben im Dezember. Am Stammtisch wurden wieder einmal die tollsten Reden geschwungen. Auch 2 Stammgäste erzählten von ihren Tauchabenteuern in den Meeren der Welt. Ich weiß nicht mehr genau wie sich das Gespräch entwickelte, aber auf einmal wurde nur noch über die Qualität der Neoprenanzüge gesprochen.
“Die sind so gut, dass man sogar in der Kälte tauchen kann.” Das war nun das Stichwort für einige andere Gäste am Stammtisch. Ein Wort gab das andere die Diskussion wurde immer heftiger.
Schlussendlich sollte ein Beweis her. Man einigte sich, daß am besten ein tauchen in der Nidda, vom eiserner Steg (heutige Betonbrücke am Pappelweg) bis zur Niddabrücke an der Bahnhofstraße, das Ende der Diskussionen bedeuten würden.
Über den Zeitpunkt wann das ganze den von statten gehen sollte wurde nicht lange gesprochen.
“Sofort” war die einhellige Meinung. Unsere 2 Taucher verließen auch direkt unsere Gaststätte, am Stammtisch wurde nur gelacht, weil sich keiner vorstellen konnte das die wiederkommen.
Schon 20 Minuten später war der erste wieder da und hatte seinen Neoprenanzug und die restliche Ausrüstung unter dem Arm. Auf Sauerstoffflaschen wurde einhellig verzichtet, ein tauchen mit Schnorchel, bzw. ein schwimmen in der arschkalten Nidda sollte reichen.
10 Minuten später war auch Taucher Nr.2 mit seiner Ausrüstung wieder zurück. Direkt am Stammtisch haben sich die zwei dann umgezogen. Der weitere Schlachtplan war das Fahren mit dem Auto zum eisernen Steg und jeweils ein Mann sollte, bewaffnet mit einer Taschenlampe, oben an der Niddaböschung entlang laufen. Zur damaligen Zeit gab es außer der Gärtnerei Kreuder keine Gebäude zwischen Nidda und dem Eiskeller, ein Haus kurz vor dem Bahnhof. Auch der Hessenring existierte noch nicht.
Der Plan wurde auch direkt ausgeführt, einige wenige Schaulustige standen oben auf der Niddabrücke und ein paar andere begleiteten die Männer mit den Lampen, um das Ganze aus der Nähe zu beobachten.
Unsere zwei Taucher stiegen ohne große Pause direkt am eisernen Steg in die Nidda und begannen zu schwimmen. Da es mit der Strömung ging mussten die Schaulustigen schon etwas schneller laufen.
Als die Hälfte der Strecke erledigt war, kam auf der Niddaböschung auf einmal ein Auto mit Blaulicht an.
Die Polizei !!! Sie vermuteten das etwas passiert sei, schließlich sind Taschenlampen nachts an der Nidda nicht gerade alltäglich. Doch als ihnen erklärt wurde um was es ging, drehten sie ihr Auto (damals konnte man dies noch) und leuchteten mit einem Suchscheinwerfer den weiteren Weg der Taucher aus. Für die Polizisten war es auch ein etwas anderes Erlebnis als der ewige Alltagstrott
Ca 30 Minuten später saß die ganze Truppe wieder am Stammtisch, die Taucher noch pitschnass in Neopren und mit Schwimmflossen, schließlich sollten die gewonnen Biere direkt vernichtet werden. Der Abend endete wie immer feuchtfröhlich und je mehr Bier getrunken wurde umso abenteuerlicher wurden die Erzählungen. Das einzigste, daran hatte keiner gedacht, war die Nässe in unserem Auto. Der Transport der Taucher lies auch die Polsterung nass werden und das trocknen war um diese Jahreszeit ein kleines Problem.

 Posted by at 9:58 pm
Jan 122014
 

Bier

Mein erstes selbstgebrautes Bier ist fertig. Schmeckt prima. Ich muss nur am Schaum noch etwas arbeiten. Über den Alkoholgehalt kann ich im Moment noch nix sagen, hab noch kein Meßgerät.

 Posted by at 4:19 pm